Geschichte unserer Schule


Gartenstadt Forstfeld bei Cassel


Der Stadtteil Forstfeld, indem unsere Schule heute liegt, ist erstmals um 1920 bebaut worden und gehörte damals noch zu Waldau. Es entstanden hauptsächlich Wohnungen für die Arbeiter die in einer in der Lilienthalstraße liegenden Munitionsfabrik beschäftigt waren.

Das neue Wohngebiet sollte ursprünglich nach den Plänen eines Architekten „Gartenstadt Forstfeld bei Cassel" nach Berliner Vorbild gebaut werden.

Kaufhaus auf dem Marktplatz der Gartenstadt Staaken (1914-17) bei Berlin von Paul Schmithenner (c) Wikipedia
Vorbild war die Gartenstadt Staaken (1914-17) bei Berlin von Paul Schmithenner (c) Wikipedia

Die Schule hatte viele Namen


Schule Am Togoplatz, 50er Jahre, aus: "Bettenhausen, Historische Photographien", 1998, S. 78.
Schule Am Togoplatz, 50er Jahre, aus: "Bettenhausen, Historische Photographien", 1998, S. 78.

Ursprünglich trug die Schule den Namen "Schule Am Togoplatz" und wurde ab 1950 als Filiale der Bürgerschule Rinaldstraße in einer Baracke des "Lettenlagers" betrieben.

Das schnelle Bevölkerungswachstum in den umliegenden Siedlungen führte jedoch dazu, dass der Bedarf nach einer eigenständigen Schule mit einem eigenen Gebäude stieg. Im Februar 1953 wurde der erste Bauabschnitt fertiggestellt, und die Schule erhielt den Namen "Am Togoplatz".

Ein weiterer Bauabschnitt folgte 1955, und die Schule konnte 789 Kinder in 24 Klassenräumen unterrichten. 


Schule Am Lindenberg und das Lettenlager im Hintergrund, 1956  Foto: Bettenhausen früher und heute
Schule Am Lindenberg und das Lettenlager im Hintergrund, 1956 Foto: Bettenhausen früher und heute

„Was war das Lettenlager?"


Hinter unserer Schule liegen heute die „Weißen Schlösschen" an der Heinrich-Steul-Straße. Auf diesem Gelände befanden sich im und nach dem 2. Weltkrieg Baracken (einfache Häuser), in denen Menschen lebten. Zunächst einfache Arbeiter und gegen Ende des Krieges sogenannte Zwangsarbeiter aus Lettland und Estland.

Nach dem Krieg wurden die Baracken für obdachlose Familien genutzt und es herrschte viel Elend und Hunger.


Heute stehen auf dem Gelände der ehemaligen Lettensiedlung die "Weißen Schlösschen", Foto (c) GWG
Heute stehen auf dem Gelände der ehemaligen Lettensiedlung die "Weißen Schlösschen", Foto (c) GWG

1967 waren viele Kinder im Stadtteil unterernährt.


In einem Artikel der "Hessischen Allgemeinen" aus dem Jahr 1967 wurde berichtet, dass über die Hälfte der 523 Schulkinder damals unterernährt seien. Dies führte zu einer Debatte über die Umgestaltung der Schule Am Lindenberg zu einer Ganztagsschule.

 

Die Boulevard-Zeitung "Neue Revue" griff das Thema auf und startete eine Paketaktion für die bedürftigen Kinder des Stadtteils. Die Spendenbereitschaft war groß, und die Stadt beschloss schließlich im Februar 1968, die Schule in eine Ganztagsschule umzuwandeln.

Am 9. Oktober 1968 wurde die Schulküche eröffnet, und die Schule Am Lindenberg wurde zur ersten Kasseler Ganztagsschule.


Illustrierte Neue Revue vom 17.12.1967
Illustrierte Neue Revue vom 17.12.1967

Sind dir diese beiden schon einmal aufgefallen?


Bärenskulptur vor der Eingangstür am Lehrerparkplatz. Foto privat
Bärenskulptur vor der Eingangstür am Lehrerparkplatz. Foto privat

Die Skulptur vor unserer Eingangstür am Lehrerparkplatz zeigt eine Bärenmutter, die ihr Junges zwischen den Tatzen schützt, und wurde vom Bildhauer Heinz Wiegel geschaffen. Die Skulptur sollte Kunst und Volksnähe vereinen und den Kindern ermöglichen, darauf herumzuspielen.

Eigentlich hat die Skulptur aber keine Verbindung mit unserer Schule, denn sie passt nicht zum Namen der Schule oder des Stadtteils.


Viele der Informationen und Fotos stammen von Falk Urlens Artikel auf der Website: https://www.erinnerungen-im-netz.de/erinnerungen/erin-artikel/die-schule-am-lindenberg-in-forstfeld/


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